Posted by: online | 19th Feb, 2008

Nikolaikirche Leipzig

Wer Leipzig einen Besuch abstattet, sollte unbedingt einen Spaziergang zur Nikolaikirche machen, die in der Wendezeit so oft im Blickpunkt der Medien stand.

Sie liegt mitten im Zentrum, etwa 8 Minuten Fußweg vom Hauptbahnhof entfernt.

Im Jahre 1165 wurde Leipzig das Stadt- und Marktrecht verliehen. Aus diesem Anlass wurde der Bau der Stadt- und Pfarrkirche St. Nikolai erbaut.

Die Kirche wurde ursprünglich im romanischen Stil erbaut, der bei den Umbauten und Erweiterungen bis auf die Westseite verloren ging. Heute zählt die dreischiffige Kirche zu den Spätgotikbauten.

Zahlreiche Gemälde des Künstlers Adam Friedrich Oeser fügen sich harmonisch in die klassizistische Ausstattung ein.

Durch die mehrfachen Umbauten des gesamten Gebäudes und des Innenraumes findet sich hier eine Merkwürdigkeit: die Pfeiler der Kirchenhalle. Die ursprünglichen Pfeiler wurde umgearbeitet und es musste ein Übergang von einer Stilrichtung zur anderen geschaffen werden. Deshalb zieren die Säulen am Übergang zum Deckengewölbe stilisierte Palmenblätter.

 

Nikolaikirche in Leipzig

 
Die Nikolaikirche spielte bei den „Montagsdemonstrationen“ in Leipzig eine entscheidende Rolle. Die hier stattfindenden Friedensgebete waren der Ausgangspunkt für die friedliche Revolution im Jahr 1989. Hier trafen sich die ersten „Revolutionäre“. Die Leipziger verfolgten wachen Auges die Nachrichten und immer mehr schlossen sich den daraus hervorgehenden Montagsdemonstrationen an.

Immer mehr Menschen aus der näheren und weiteren Umgebung pilgerten montags nach Leipzig, um ihrem Wunsch nach Freiheit Ausdruck zu geben. Von Woche zu Woche wurden es mehr, bis schließlich Anfang Oktober 1989 mehr als 100.000 Menschen über den Ring zogen. Die DDR-Regierung ließ im äußeren Innenstadtring die Kampfgruppen der Arbeiter aufmarschieren und zog in der Umgebung Kräfte der NVA zusammen. Die Atmosphäre war beängstigend gespannt und es ist vor allem den Bemühungen von Kurt Masur zu danken, dass es an diesem Tag keine Toten, sondern eine befreiende Entscheidung der DDR-Regierung gab.

Posted by: online | 18th Feb, 2008

Leipzig und seine Wege

Wer als Tourist in Leipzig ist, kann sein Fahrzeug getrost in einem der zahlreichen Parkhäuser oder dem Parkdeck des Hotels stehen lassen.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist man hier wesentlich schneller unterwegs als mit dem PKW.

Die Leipziger Verkehrsbetriebe LVB bieten verschiedene Kombifahrtkarten an, deren Kauf sich lohnt, wenn man die Stadt mit ihren zahlreichen Museen und sehenswerten Eckchen erkunden möchte.

Mit Tages- und Wochennetzkarten kann man alle Straßenbahnlinien und Busse nutzen.

Straßenbahnen, von den Leipzigern liebevoll „Bimmel“ genannt, gibt es in Leipzig schon seit mehr als hundert Jahren. Zuerst nutzte man Pferdebahnen, dann fuhren die ersten „Elektrischen“ mit Schaffner. Mitte der 60er Jahre wurden die ersten Tatrabahnen aus der damaligen Tschechoslowakei eingeführt. Viele dieser bullig gerundeten Tatrazüge wurden mehrfach umgebaut.

 

Leipzig und seine Wege

 
Der etwas eckig wirkende Nachfolger mit den riesigen Fenstern konnte sich in Leipzig nicht durchsetzen.

Die gelben Gelenkzüge, die Kinder so gern mit dem LEGO-ICE vergleichen kommen in den letzten Jahren auf immer mehr Strecken zum Einsatz. Die Einstiege sind niedrig und die meisten Haltestellen wurden bereits so umgebaut, dass auch Muttis mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrer den Ein- und Ausstieg ohne fremde Hilfe bewältigen können.

Auch bei den so genannten „Silberpfeilen“ handelt es sich um hochmoderne Busse, von denen die meisten sogar über Rollstuhllifte verfügen.

Insgesamt ist anzumerken, dass die Leipziger Stadtväter in den letzten Jahren viel getan haben, um die öffentlichen Verkehrswege an die Erfordernisse behinderter Bürger anzupassen.

Das Straßenbahnnetz ist gut ausgebaut und die Taktzeiten liegen tagsüber bei maximal 20 Minuten. Alle Stadtteile und nahezu alle Sehenswürdigkeiten sind so erreichbar.

Posted by: online | 18th Feb, 2008

Leipzig und seine Feste

Wer Leipzig in den Sommermonaten besucht, wird feststellen, dass nirgendwo so viel gefeiert wird wie hier. (mit Ausnahme des Ballermanns vielleicht)

Da sind die zahlreichen von der Stadt selbst veranstalteten Feste, die ergänzt werden von Pressefest, Wildparkfest und Veranstaltungen im Zoologischen Garten.

Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte sich eines der im Sommerhalbjahr dutzendfach stattfinden Volksfeste in den einzelnen Stadtteilen nicht entgehen lassen.

Leipzig ist zu einem großen Teil dadurch gewachsen, dass es sich die eine oder andere Gemeinde in der Umgebung einverleibt hat. Das war besonders in den 90er Jahren der Fall.

Die Bewohner dieser Orte möchten aber dennoch ihre eigenen Traditionen pflegen.

 

Leipzig und seine Feste

 
Hinzu kommt, dass in Leipzig und Umland zu Beginn des 20. Jahrhundert so viele Gartenvereine entstanden wie nirgendwo anders. Und so gibt es jedes Jahr irgendwo ein 100-jähriges Bestehen zu feiern. Aber auch ohne diese Jubiläen veranstalten die meisten Vereine jedes Jahr Sommerfeste, die auf die zu DDR-Zeiten etablierte Tradition der Kinderfeste zurückgehen.

An vielen Stellen werden die Stadtteilfeste in größeren Vereinen ausgerichtet und so kommt es zu einigen Besonderheiten. Im Stadtteil Böhlitz-Ehrenberg beispielsweise, der kurz vor der Jahrtausendwende zwangeingemeindet wurde, findet im Rahmen dieses Festes ein Gottesdienst unter freiem Himmel statt, bei dem gleich drei Hirten ihre Schäfchen zählen.

So sitzen die Pfarrer der evangelischen und katholischen Böhlitzer Kirchen Seite an Seite mit dem Pfarrer der Gundorfer Kirche auf der Bühne.

Die meisten dieser Vereinsfeste bieten Programme und Vergnügungen für Jung und Alt und sorgen oft in Zusammenarbeit mit den Freiwilligen Feuerwehren für das leibliche Wohl der zahlreichen Gäste.

Posted by: online | 18th Feb, 2008

Leipzig und seine Erholungsmöglichkeiten

Bekannt ist die Messestadt Leipzig durch ihre „Grüne Lunge“, die sich auf beiden Seiten von Auewald begrenzt mit zahlreichen Parkanlagen quer durch die Stadt zieht.

Wer im Frühjahr und zeitigen Sommer in den Abendstunden von der B 95 aus Richtung Borna/Chemnitz kommend auf die Stadt zufährt, nimmt den seltsam würzigen Geruch des im Auewald wild wachsenden Bärlauchs wahr.

Der Bärlauch gerät zunehmend ins Blickfeld der Lebensmittelindustrie, da ihm gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt wird.

Ehe man das Stadtzentrum erreicht, fährt man am Wildpark Markkleeberg vorbei, der einen eigenen kleinen Zoo mit einheimischen Tierarten hat.

Der Schleusiger Weg trennt den Wildpark und das Gelände der bekannten Pferderennbahn vom Clara-Zetkin-Park, der sich quer durch die Stadt bis zum Zentralstadion zieht.

 

Leipzig und seine Erholungsmöglichkeiten

 
Hinter den Elster-Flut-Kanal schließt sich eine weitere Zunge des ausgedehnten Auewaldes an, der weit über die westlichen Grenzen der Stadt hinausreicht.Im Auewald wurde zu DDR-Zeiten eine Zentrale der Staatssicherheit gebaut, zu dem auch das berüchtigte „Stasi-U“, eine komplett überwachte Wohnanlage gehört.

Das Gelände wurde später als zentraler ABM-Stützpunkt genutzt.

Im westlichen Stadtteil Leutzsch befindet sich das Lindner Hotel Leipzig.

Diese Hotel wird für Tagungen genutzt, aber auch von zahlreichen VIP’s als Quartier genutzt, weil es einige Besonderheiten aufzuweisen hat. So verfügt es über eine Tiefgarage, die auch für Busse befahrbar ist.

Mit gerade mal zwei Minuten Fußweg ist man mitten im Auewald und so kann es schon vorkommen, dass einem auf einem der zahlreichen Wanderwege zur Reiterhofklause oder einer der zu Gartenvereinen gehörenden Gaststätten ein bekanntes Gesicht entgegenkommt.

Posted by: online | 18th Feb, 2008

In Leipzig zurechtfinden

Wer auf der A 14 von Westen kommend Leipzig ansteuert, sollte im Bereich des Flughafen Leipzig-Halle nicht über die Geschwindigkeitsbeschränkung schimpfen. Die hat ihren guten Grund. Zu viele Unfälle sind dort schon passiert, weil Ortsfremde baff erstaunt darüber waren, wenn plötzlich über einer der Brücken die Tragflächen eines sich bewegenden Flugzeuges zu sehen waren.

 

Wer in die Innenstadt möchte, sollte auf die von Wittenberg kommende B 2 abfahren und sich nach Zentrum orientieren. Automatisch kommt man am Bahnhof an. Dort empfiehlt es sich, das Fahrzeug in eines der beiden neu erbauten Parkhäuser zu stellen und die Stadt zu Fuß zu erkunden.

 

Wer von der langen Fahrt hungrig und durstig ist, kann sich erst mal ein Päuschen in den Bahnhofsarkaden gönnen, wo auf drei Etagen Platz für zahlreiche Geschäfte und gastronomische Betriebe geschaffen worden ist. Mittlerweile konnten die Arkaden schon auf ihr zehnjähriges Bestehen zurückschauen.

 

Wer als erstes zur Nikolaikirche möchte, die in der Wendezeit so oft in den Schlagzeilen war, der sollte den Bahnhof durch die Westhalle verlassen, dann kann er den Weg dahin nicht verfehlen. Einfach der Nase nach die Zentralhaltestelle überqueren, von der aus rund um die Uhr Straßenbahnen und Busse in alle Stadtteile fahren.

 

Wer zum Zoo möchte, sollte ebenfalls den westlichen Ausgang nutzen und nach rechts abbiegen. Gleich an der nächsten Ampelkreuzung wieder links. Dann sieht man den Eingang vom Zoo und rechts daneben die ehemalige Kongresshalle schon.

 

Vor dem Eingang des Zoos grüßt Lips, der Leipziger Löwe, alle Gäste höchstpersönlich von einem großen Plakat. Wer sich am Eingang über die vermeintlich hohen Eintrittspreise ärgert, wird schon nach kurzer Zeit feststellen, dass die sehr gerechtfertigt sind und an der richtigen Stelle, nämlich bei den Tieren landen.

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