Posted by: online | 16th Feb, 2008

Der Zoo Leipzig

Leipzig hat eine ganze Reihe Sehenswürdigkeiten zu bieten, aber den Zoo sollte man bei einem Besuch auf jeden Fall anschauen. Dafür braucht man aber wirklich mindestens einen halben Tag.

Von Bahnhof aus läuft man bis zum Eingang des Zoologischen Gartens etwa 12 Minuten. Am Eingang wird man von „Lips“, dem Löwen der sich auch im Wappen der Stadt findet, begrüßt.

Die Eintrittspreise sind angesichts dessen, was man hinter den Toren zu sehen bekommt, mehr als angemessen.

 

Der Zoo Leipzig

 
Gleich am Eingang stehen mehrere Tafeln mit Dutzenden von Namen bekannter und weniger bekannter Bürger von Leipzig und anderen Städten. Damit hat es eine ganz besondere Bewandtnis. Der Zoo Leipzig stand vor dem Problem der Notwendigkeit von zahlreichen kostenintensiven Umbauten und fehlenden finanziellen Mitteln.

So wurden Tierpatenschaften angeregt, bei denen die Paten einen Teil der Kosten für ein bestimmtes Tier ihrer Wahl übernehmen. Auf dieser Tafel finden sich die Namen von Anwälten und Ärzten genauso wie die von Otto Normalverbraucher, dem ein bestimmtes Tier am Herzen liegt.

Eine ganze Reihe von Anlagen wurden in den letzten zehn Jahren Stück für Stück neu geschaffen und/oder umgebaut, um den inzwischen mehr als 6600 Tieren noch bessere Lebensbedingungen bieten zu können.

Das „Pongoland“ für die zahlreichen Affenarten, die Löwensavanne „Makasi Simba“ und die „Tiger Taiga“ gehören genauso dazu wie die Elefantenanlage „Ganesha Mandir“, der Okapiwald und die Bärenanlage.

Im Zoo befindet sich eine Gaststätte und zahlreiche kleinere Cafés und Kioske, so dass man sich als Gast um sein leibliches Wohl keine Sorgen machen muss.

Posted by: online | 16th Feb, 2008

Das Zentralstadion Leipzig

Wenn man aus dem Bahnhof kommt und von der zentralen Haltestelle aus mit der Linie 4, 7 oder 15 gerade mal vier Haltestellen Richtung Westen (also nach rechts) fährt, sieht man schon das gewölbte Dache des neuen Zentralstadions.

Die Tunnelführung der Straßenbahn an dieser Stelle war lange heiß umstritten, wurde aber letztendlich zu Gunsten einer neu geschaffenen Straßenpassage doch realisiert. Früher hatte die Straßenbahn vom Waldplatz bis zur Brücke über das Elsterflutbecken ein eigenes Gleisbett inmitten der Grünanlage.

Häufige Staus in Richtung Stadt waren die Folge.

 

Das Zentralstadion Leipzig

 
Der Neubau des Zentralstadions löste das „Stadion der Hunderttausend“ ab, das zu DDR-Zeiten durch die „Turn- und Sportfeste“ sehr bekannt war.

Monatelang bereiteten sich die Sportler auf dieses Ereignis vor und die Gäste staunten immer wieder auch über die wechselnden Bilder der „Osttribüne“. Noch heute gibt es sicher einige ältere Leipziger, die auf das Kommando „Osttribüne Achtung“ sofort mit Aufmerksamkeit reagieren.

Im August 1956 wurde das Zentralstadion feierlich eröffnet. Das damals dazugehörige Schwimmstadion wird heute nur noch in Teilen genutzt. Das dazu gehörige beliebte Freibad musste einem wichtigen Straßenbauprojekt weichen.

1997 beschloss die Stadt den Neubau des jetzigen Zentralstadions, der 2003 abgeschlossen wurde. Der Bau wirkt futuristisch und ist voll auf die Belange des Fußballs eingerichtet.

Es verfügt über keine Leichtathletikeinrichtungen.

Genutzt wird es auch für Konzerte bekannter Musiker. Auch auf der Festwiese vor dem Zentralstadion finden zahlreiche Veranstaltungen statt.

Auf dem Stadionvorplatz und Teilen der Festwiese findet jeden Samstag der Wochenmarkt statt, der immer wieder Tausende kauflustige Besucher aus der Stadt Leipzig und den umliegenden Orten anlockt.

Posted by: online | 16th Feb, 2008

Das Völkerschlachtdenkmal zu Leipzig

Das Völkerschlachtdenkmal zu Leipzig ist eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt.

Es befindet sich im Süden der Stadt und ist mit Bus, Straßenbahn und S-Bahn sehr gut zu erreichen.

Es wurde in der Zeit von 1898 bis 1913 gebaut und trägt den Stempel der beiden Bildhauer Christian Behrens und Franz Metzner.

Mit einer Höhe von 91 Metern gehört es zu den drei höchsten Gebäuden der Stadt und weist den Reisenden schon aus großer Entfernung den Weg.

Das Denkmal wurde in Erinnerung an die bei Leipzig stattgefundene Völkerschlacht, bei der sich im Oktober des Jahres 1913 Österreicher, Preussen, Russen und Schweden mit dem Heer Napoleons gegenüber standen, errichtet. Es ist eine der ganz wenigen Schlachten, bei der auf beiden Seiten Deutsche in den Krieg ziehen mussten.

 

Das Völkerschlachtdenkmal zu Leipzig

 
Von der Aussichtsplattform auf der Spitze des Gebäudes hat man bei klarer Sicht einen wunderschönen Ausblick über die zahlreichen Orte, die in den letzten Jahren in die Stadt Leipzig eingemeindet wurden, auf den anhaltinischen „Nova Eventis“ (der große Einkaufspark an der Grenze zwischen Sachsen und Sachsen-Anhalt), den Flughafen Leipzig-Halle, die aus den Tagebaurestlöchern entstandenen Seen und die Dampfwolken der Schlote des etwa 25 Kilometer entfernt liegenden hochmodernen Kraftwerks Lippendorf.

Wer im Angesicht des Denkmals bei der Aussicht, die 500 Stufen aufsteigen zu müssen, kapitulieren möchte, dem sei verraten, dass es inzwischen Aufzüge gibt, die bis zur mittleren Aussichtsplattform in 57 Metern Höhe führen.

Unweit des Völkerschlachtdenkmals findet sich auch der „Südfriedhof“, der als der größte der Stadt zählt und in dem mit dem „Rosenhain“ dem Erfordernis nach preiswerten Beerdigungen Rechnung getragen wurde.

Posted by: online | 15th Feb, 2008

Das Opernhaus zu Leipzig

Das 1960 fertig gestellte Opernhaus zu Leipzig ist ca. 3 Minuten Fußweg von Hautptbahnhof entfernt zu finden.

Die Tradition der Opernaufführung in Leipzig reicht bis 17. Jahrhundert zurück.

1868 begann die Nutzung des „Neuen Theaters“ am Augustusplatz zur Aufführung von Opern der bekanntesten Komponisten.

Das „Neue Theater“ fiel wie viele andere Gebäude einem der zahlreichen Luftangriffe auf Leipzig in der Zeit des II. Weltkrieges zum Opfer.

Dennoch mussten die Leipziger nicht auf ihre geliebten Opernaufführungen verzichten.

Als Interimslösung wurde die „Musikalische Komödie“ in der Dreilindenstraße im westlichen Stadtteil Lindenau genutzt.

Heute wird auf dieser Bühne vorwiegend „leichtere Kost“ wie Operetten und Musicals geboten.

 

Das Opernhaus zu Leipzig

 
Nach vier Jahren Bauzeit wurde 1960 das jetzige Opernhaus seiner Bestimmung übergeben.

Dabei wurde eine Idee des Architekten Kunz Nierade umgesetzt und so das größte und modernste Opernhaus der ehemaligen DDR geschaffen.

Die knappen Baumaterialien hatten auch Folgen für das Gebäude der Oper. Einige vom Architekten vorgesehen aufwändigen Verzierungen im Außenbereich fielen diese Problematik zum Opfer.

Mitte der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde das Gebäude teilsaniert und den technischen Erfordernissen der neuen Zeit angepasst.

Die Oper zu Leipzig hat kurioserweise kein eigenes Orchester. Gastspiele von zahlreichen bekannten Orchestern bieten dennoch einen abwechslungsreichen Veranstaltungsplan.

Eine enge und für beide Seiten Gewinn bringende Zusammenarbeit mit dem Orchester des Gewandhauses hat schon langjährige Tradition.

Wer einmal am Augustusplatz ist, sollte auch einen Blick ins neue Gewandhaus zu Leipzig wagen, in dessen Glasfassade sich die Oper spiegelt und so symbolisch Zusammenhänge zwischen den beiden Gebäuden symbolisiert.

Posted by: online | 15th Feb, 2008

Das Gewandhaus zu Leipzig

Wer aus dem Bahnhof herauskommt und geradeaus weiter läuft, gelangt nach wenigen Minuten zum neuen Gewandhaus Leipzig, das neben dem „Weisheitszahn“ errichtet und 1981 für die Nutzung zur Verfügung gestellt wurde.

Besonders abends bietet die Glasfront des Gebäudes einen imposanten Blick auf das über 700 Quadtratmeter messende Deckengemälde „Gesang vom Leben“ von Sighard Gille.

Der große Saal, der 1900 Besuchern Platz bietet, war eine Herausforderung für Architekten und Tontechniker. Immer wieder wurde getestet und gebastelt, um ein Optimum an Tonqualität zu erreichen. Die Lösung bestand schließlich in einer speziellen Decken und Wandverkleidung, die die Schallwellen streut und so dem Echoeffekt in derart großen Räumen entgegenwirkt.

 

Das Gewandhaus zu Leipzig

 
Kurt Masur war der erste Kapellmeister des neuen Gewandhauses zu Leipzig und leitete das am 8. Oktober 1981 stattfindende Eröffnungskonzert.

Er war es auch, der im Oktober 1989 seinen Einfluss auf die Menschen geltend machte und erfolgreich verhindern konnte, dass Kampfgruppen und Armee den Montagsdemonstranten mit Schusswaffengewalt Einhalt geboten hätten.

Neben dem großen Saal findet sich im Gewandhaus seit 1997 auch noch der „Mendelssohn-Saal“, der vor allem für die Freunde der Kammermusik immer wieder Anziehungspunkt ist.

Zu DDR-Zeiten wurde dort zahlreiche Jugendweihe in gehobener Atmosphäre durchgeführt, mit denen die Jugendlichen in der achten Klasse den feierlich den Schritt ins Leben der Erwachsenen machten.

Die Bezeichnung „Gewandhaus“ geht auf einen Vorläuferbau zurück, der in Leipzig bereits 1498 als Zeughaus errichtet wurde und Ende des 18. Jahrhunderts durch einen Konzertsaal im 1. Stock erweitert wurde. Das dort beheimatete Orchester übernahm den Namen des Hauses und trägt ihn noch heute.

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